Initiative ni – mit natürlicher Intelligenz hergestellt

made with natural intelligence

Für das mit dieser Seite verlinkte Werk gilt:


Dieses Medienerzeugnis wurde von natürlicher Intelligenz kreiert. Für keines seiner Teile und in keinem Schritt seiner Herstellung wurde technischen Hilfsmitteln eine Freiheit zur Gestaltung überlassen.


Wann ist dieses Gebot erfüllt?

Das Gebot schließt die Nutzung künstlicher Intelligenz nicht aus, sondern beschränkt sie auf einen nicht-gestalterischen Bereich, in dem sie keine bewussten menschlichen Entscheidungen ersetzt. Diesen Bereich exakt abzugrenzen ist schwierig. Folgende Beispiele können einer Unterscheidung dienen:

Das Gebot kann erfüllt sein, obwohl…

  • … künstlliche Intelligenz zur Recherche von Inhalten genutzt wurde.
  • … künstliche Intelligenz die sprachliche Korrektheit eines Textes geprüft und diesbezügliche Korrekturen beigetragen hat.
  • … komplexe Software mit künstlicher Intelligenz für die Bearbeitung von Bildern, Videos und Musik eingesetzt wurde, beispielsweise zur gezielten Entfernung eines Gegenstandes aus einem Bild.

Das Gebot ist nicht mehr erfüllt, wenn…

  • … künstliche Intelligenz die Formulierung von Sätzen oder ganzen Abschnitten eines Textes übernommen hat.
  • … künstliche Intelligenz einen Text in eine andere Sprache übersetzt hat.
  • … intelligente Software angewiesen wurde, Text, Bild, Video oder Musik nach bestimmten Vorgaben selbstständig zu generieren.

Mit dem Gebot vereinbarer Einsatz von künstlicher Intelligenz ist oft daran erkennbar, dass er ein optimales und nahezu alternativloses Ergebnis zum Ziel hat, wie beispielsweise die sprachliche Korrektheit eines Textes oder die saubere Entfernung eines Bildbereiches. Dem Gebot widersprechender Einsatz ermöglicht typischerweise ein weites Spektrum verschiedener Ergebnisse. Diese für kreative Prozesse typische Ergebnisoffenheit ist oben mit der „Freiheit zur Gestaltung“ gemeint.


Wozu dieses Gebot?

Es ist zu erwarten, dass künstliche Intelligenz in nächster Zeit nicht nur immer häufiger eingesetzt wird, sondern auch immer weiter in gestalterische Schaffensbereiche vordringt. Möglicherweise wird sie schon bald eigenständig ganze Reportagen und Romane verfassen, Rap-Alben produzieren und Dokumentarfilme generieren. Sowohl im Informations- als auch im Unterhaltungssektor werden Medienerzeugnisse damit mehr noch als zuvor zur Massenware.

Die erwartbaren Nachteile einer solchen Entwicklung sind offensichtlich. Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Information und mit der Aufmerksamkeit des Publikums kann nicht von Maschinen erwartet werden, die weder über ein Bewusstsein noch über Verantwortungsgefühl verfügen. Wie in der Welt der materiellen Güter wird der Schritt zur automatisierten Massenproduktion auch in der Medienwelt vor allem eine gesteigerte Produktion von Schrott bedeuten: mindestens von Oberflächlichkeit, Nachahmung, nichtssagender Kunst und schlimmstenfalls von Fehlinformation, Massenmanipulation und Propaganda. Für viele Medienschaffende und Kreative steht darüber hinaus die berufliche Zukunft auf dem Spiel. Die Algorithmen der sozialen Medien, die Quantität vor Qualität belohnen, werden diese Entwicklung voraussichtlich verstärken.


Wie geht es weiter?

Die obige Formulierung eines Gebotes ist zunächst ein Testballon und der Start einer Initiative zur Kennzeichnung von menschlicher Kreativität. Ich verwende sie selbst und freue mich über jede weitere Verlinkung. Kritik und Anregungen sind willkommen:

antonweyrother | at | gmail | dot | com


ni – mit natürlicher Intelligenz hergestellt
eine Initiative von weyrother.net und
Anton Weyrothers Literaturpodcast